Migräne, Migräne-Reihe

Selbstfürsorge bei Migräne | Migräne-Reihe Teil 4

Migräne Reihe Teil 4

Meine Blogger-Pause ist vorbei und ich starte thematisch passend mit einem Post zum Thema Selbstfürsorge bei Migräne! Ich habe in den letzten Wochen eine Auszeit gebraucht, da ich es mit Examen und Nebenjob als Trainerin nicht geschafft habe, meinem Anspruch an Blog und Podcast gerecht zu werden. Eine neue Podcastfolge ist am Dienstag online gegangen und der Blogpost folgt nun heute : )

 

Das Migräne-Gehirn

Das Migräne-Gehirn ist sehr leistungsstark, braucht aber daher auch öfter Ruhe. Es ist vergleichbar mit einem Ferrari – er kann viel, muss aber öfter einen Boxenstop einlegen. Wie ich bereits im ersten Blogpost dieser Reihe geschrieben habe, haben Migräne-Patienten eine besondere Art der Reizverarbeitung. Kommt nun zusätzlich Stress hinzu, wie z. B. ein unregelmäßiger Schlaf- oder Essensrhythmus, Hormonschwankungen, Aufregung, Angst oder stressige Situationen, wird eine Schwelle überschritten und der Körper reagiert mit Migräne.

 

Quelle: https://www.migraene-wissen.de

 

Stressmanagement 

Wie es im letzten Post zum Thema Entspannung bereits dargestellt wurde: die Summe macht’s – kommen zu viele Dinge im Alltag zusammen, kommt die Migräne. Der Körper zieht die Notbremse. Deshalb ist es wichtig, zuvor anzuknüpfen und es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Um herauszufinden, wie es individuell bei Dir aussieht, solltest Du zuerst Dich und Deinen Alltag analysieren:

  1. Kenne Deine Stressoren – was löst bei Dir Migräne aus? Das können beispielsweise zu viele Termine auf einmal oder Konflikte im persönlichen Umfeld sein.
  2. Verstärkst Du persönlich Deinen Stress zusätzlich? Bist Du z. B. sehr perfektionistisch oder hast gerne alles unter Kontrolle?
  3. Wie reagiert Dein Körper auf Stress? Neben Migräne können das Reaktionen wie Unruhe oder Anspannung sein.

Zur Analyse kann Dir ein Tagebuch helfen (ggf. als App), welches Du eine Weile führst und Dein Leben dokumentierst. So kannst Du herausfinden, wann die Migräne kommt und welche Zusammenhänge sie hat. Wenn Du alle Faktoren, die unter diese drei Punkte fallen, für Dich persönlich herausgefunden hast, dann folgt der nächste Schritt: Du kannst daran arbeiten, sie zu verbessern. Das ist natürlich sehr individuell. Ich nenne hier wieder die Beispiele von oben: vielleicht hilft Dir ein besseres Zeitmanagement oder die Klärung von Konflikten, um die Stressoren zu verringern. Der persönliche Stressverstärkung kannst Du entgegenwirken, indem Du Angst hinterfragst oder die Perspektive wechselst. Hilfe gegen Stressreaktionen können Entspannungstraining, die Pflege von sozialen Kontakten oder auch der Genuss in Alltagssituationen sein.

 

Tipps für mehr Selbstfürsorge

 

Tipps für mehr Selbstfürsorge

Abschließend möchte ich Dir generell ein paar Tipps an die Hand geben, die Du in Deinen Alltag integrieren und somit Deine Selbstfürsorge stärken kannst.

  1. Gönne Dir Pausen! Wenn es Dir schwer fällt, dann versuche Dich mit verschiedenen Techniken (z. B. 30 min arbeiten, 5 min Pause usw. – und nach 3x eine längere Pause) oder plane bewusst Pausen ein.
  2. Nimm Dir Zeit für Dich und mache Dich zur Priorität! Du bist es wert und Dein Körper wird es Dir danken. Plane die Zeit für Dich bewusst ein, gerne sogar als Termin im Kalender – denn sie ist genauso wichtig (sogar noch wichtiger) als alle Deine Termine. Für den Anfang kannst Du mit einer Kleinigkeit beginnen, die Du Dir jeden Tag gönnst und wenn es nur 5 min sind. Diese Zeit weitest Du nach und nach aus – das geht meist von allein, da Du dann merkst, wie gut es Dir tut.
  3. Sei achtsam mit Dir und schule Deine Achtsamkeit im Alltag! Dies wird Dir dabei helfen, die drei Punkte oben direkt zu bemerken. Wenn Du achtsam und bewusst lebst, dann merkst Du viele Dinge bevor sie Dich stressen oder Dein Fass zum Überlaufen (zur Migräne) bringen. Wenn Du Tipps und Anregungen brauchst, kannst Du Dir meinen Achtsamkeits-Adventskalender holen, ausdrucken und in der Weihnachtszeit jeden Tag eine kleine Übung machen.
  4. Gönne Dir Genuss! Nimm Dir Zeit und das Bewusstsein, Dein Leben zu genießen und Dich daran zu erfreuen. Finde heraus, was Dir guttut und schule Deine Sinne für den Genuss. Übungen zur Wahrnehmung von Genuss sind z. B. achtsam Essen, Geräusche in der Natur wahrnehmen, baden, usw.
  5. Sei dankbar und notiere Dir positive Dinge im Alltag! Schreibe Dir jeden Abend mindestens eine Sache auf, für die Du an diesem Tag dankbar ist und die positiv war. So lernst Du die positiven und kleinen Dinge im Leben viel mehr zu schätzen.

 

Selbstfürsorge bei Migräne

 

Ich hoffe, ich konnte Dir das Thema Selbstfürsorge bei Migräne etwas näher bringen. Selbstfürsorge ist nicht nur eine wichtige Grundlage für körperliche und seelische Gesundheit, sondern gerade als Migräne-Patient unerlässlich, denn so kann sich die Migräne verringern!

Selbstfürsorge Migräne

 

Mit diesem Blogpost ist die Migräne-Reihe nun zu Ende – was natürlich nicht bedeutet, dass in Zukunft keine Blogposts mehr zu dieser Thematik kommen werden. Mich haben sehr viele liebe Nachrichten von Migräne-Betroffenen und „Angehörigen“ erreicht, was mich natürlich immer wieder freut! Du bist nicht alleine und wir leiden alle sehr darunter – ich wünsche mir wirklich, dass die Zukunft Hilfe bringt und uns wieder ein bisschen mehr Lebensqualität geschenkt wird. Ansonsten kann ich Dir nur eine Sache auf den Weg mitgeben: gib‘ nicht auf und probiere aus! Es gibt sehr viele Methoden, die den unterschiedlichen Menschen bereits geholfen haben, allerdings weiß ich, dass es sehr schwer ist, immer wieder neue Schritte zu wagen, wenn die Hoffnungen gleichzeitig immer wieder enttäuscht werden… Doch es lohnt sich, denn ich bin davon überzeugt, dass es (irgendwann) etwas gibt, dass uns allen helfen kann! 

 


Alle Angaben ohne Gewähr.