Gesundheit

6 Tipps, die langfristig gegen Migräne helfen

Wie die meisten von Euch sicherlich über meinen Blog oder Instagram mitbekommen haben, leide ich seit Jahren an Migräne. Zu Beginn hatte ich bis zu zwei Migräneattacken pro Woche, zwischenzeitlich war ich bei zwei Attacken pro Monat und inzwischen sind es zwischen zwei und vier Attacken monatlich.

Ich habe über die Jahre diverse Dinge ausprobiert, unfassbar viel gelesen und möchte hier einige Tipps mit Dir teilen, die mir persönlich zum Teil sehr geholfen haben und/ oder die bewiesenermaßen helfen.

 

Tipp 1: Tagebuch führen

Abgesehen davon, dass es Deinem Leben sehr hilft, jeden Abend den Tag zu reflektieren, empfehle ich auch Menschen mit Migräne, Tagebuch zu führen. In diesem Tagebuch dokumentierst Du das Wetter, Deine Mahlzeiten, Deinen Schlaf, sportliche Aktivitäten und sonstige Dinge, wie z. B. Saunabesuche oder Partys. Das sind alles Bereiche, die Migräne beeinflussen können. Durch die Dokumentation kannst Du erkennen, welche Faktoren bei Dir Migräne triggern.

Ich habe bisher online nur Migränetagebücher gefunden, in denen man einzelne Attacken dokumentieren kann – eins wie oben beschrieben habe ich mir in einem leeren Heft selbst gemacht. Wenn Du eins in diese Richtung hast, lass es mich gerne wissen oder wenn von Deiner Seite Interesse besteht, lass es mich ebenso wissen, dann designe ich demnächst was in diese Richtung.

 

Tipp 2: Regelmäßigkeit

Ein regelmäßiger Rhythmus im Alltag ist wichtiger Begleiter von Migräneleidenden. Es gibt verschiedene Ansätze für Verhaltenstherapien für Migränepatienten und in vielen davon spielt der regelmäßige Tagesablauf eine wichtige Rolle. Ein regelmäßiger Schlaf- und Essensrhythmus wird hier groß geschrieben.

 

Tipp 3: Stress vermeiden und regelmäßig entspannen

Stress kann Migräneattacken auslösen. Daher sollte Stress im Alltag weitestgehend vermieden werden. Wie Du Deinen Alltag gelassener gestaltest, habe ich in diesem Blogpost geschrieben. Ansonsten ist es sehr hilfreich, sich fest als Termin Entspannungstraining einzuplanen. Manchmal kann z. B. durch die Progressive Muskelentspannung eine bestehende Migräneattacke gelindert werden. Langfristig hilft Entspannungstraining in jeder Form gegen die Häufigkeit von Migräne. Auf YouTube gibt es eine große Auswahl an Videos zu diversen Entspannungsverfahren. Jedoch kann ich persönlich Entspannungskurse in Studios oder speziellen Einrichtungen empfehlen – einen Ansprechpartner zu haben, ist immer sinnvoll.

 

Tipp 4: Deine Ernährung beachten

Die Ernährung hat einen hohen Einfluss auf unser Leben. Diese Tatsache lässt sich nicht mehr bestreiten. Auch Menschen, die an Migräne leiden, sollten ihre Ernährung unter die Lupe nehmen, denn es gibt Speisen und Getränke, deren Genuss Migräneattacken besonders häufig auslöst. So können beispielsweise nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit Zusatzstoffen oder Zucker sowie dem Genuss von Alkohol oder Koffein Migräneattacken auftreten. 
Um herauszufinden, welche Nahrungsmitteln die Migräne triggern, ist es sinnvoll, all die Lebensmittel über ein paar Wochen wegzulassen, die bekannte Migräne-Trigger sind – Listen dazu gibt es im Internet. Ich habe z. B. eine Liste aus dem Buch „Migräne lindern für Dummies“* – das ich übrigens sowohl für Migränepatienten als auch Angehörige oder Freunde von Patienten sehr empfehlen kann, denn es klärt nicht nur auf, sondern hilft auch die Krankheit zu verstehen.

 

Tipp 5: Magnesium

Studien zufolge kann Magnesium, hochdosiert (600 mg) und über einen längeren Zeitraum eingenommen, Migräneattacken weniger werden lassen und sie in ihrer Intensität verringern.

Das einzige Problem bei der Sache ist, dass nich jeder große Mengen Magnesium verträgt, denn die können u. a. zu Magen-/ Darmproblemen führen.

 

Tipp 5: Ausdauersport

 

Ein durch Studien bewiesenes und von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfohlenes Mittel, das langfristig Migräneattacken vorbeugt, ist Ausdauer – das ist auch der einzige Grund, warum ich mich ab und zu aufs Fahrrad oder den Crosstrainer quäle.

 

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den Möglichkeiten, die prophylaktisch gegen Migräne helfen können. Für mich ist die Suche nach einem Heilmittel noch nicht beendet und ich werde es nicht aufgeben.

Hast Du weitere Tipps, die Dir langfristig gegen Migräne geholfen haben? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

 


Quellen:

Zentrum der Gesundheit: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/migraene.html

Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: http://www.dmkg.de/patienten/antworten-auf-die-wichtigsten-fragen-rund-um-den-kopfschmerz-onlinebroschuere/online_broschuere_migraene.html

 


Alle Angaben ohne Gewähr.

2 thoughts on “6 Tipps, die langfristig gegen Migräne helfen

  1. Hallo Sabrina,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Auch ich leide seit Jahren an Migräne und bin nach wie vor dankbar für jeden Tipp.
    Ich bin froh, dass Du keinen Tipp parat hattest, a la trinke eine Tasse Kaffee oder Wasser mit einer Zitronenscheibe drin.
    Alles Ratschläge die man leider als Migränepatient noch oft genug von seiner Umwelt erhält, welche man aber wenn man selbst davon
    betroffen ist, nur belächeln kann. Ich denke wichtig ist eben auch, die Leute aufzuklären, das Migräne definitiv eine Krankheit ist, und mit „normalen Spannungskopfschmerzen“
    nichts mehr zu tun hat. Auch bei mir helfen leider nur die „harten“ Medikamente, viel Ruhe und meist leider auch nur die Attacke „auszusitzen“.
    Einen regelmäßigen Rhythmus in den Alltag bringen, mehr Entspannung einbauen und versuchen sich gesund zu ernähren kann auch helfen.
    Seit neuestem habe ich sogar Globuli in meiner Medikamententasche, und auch wenn ich nicht wirklich daran glaube, sie schaden zumindest nicht und manchmal habe ich sogar
    das Gefühl, das sie „kleine Anfälle“ etwas abschwächen.
    Liebe Grüße und alles Gute für Dich,
    Sandra

    1. Hallo liebe Sandra,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und das Teilen Deiner Erfahrungen!
      Du hast so recht: man leidet oftmals doppelt – unter der Migräne als Krankheit UND unter dem Unverständnis der Mitmenschen.
      Wichtig ist, dass wir offen gegenüber Neuen Methoden und Mitteln bleiben – ich habe noch immer die Hoffnung, die Zahl der Migräneattacken verringern zu können, denn auch bei mir helfen während einer Attacke nur „harte“ Medikamente…

      Alles Gute für Dich und liebe Grüße
      Sabrina

Comments are closed.