Alltag, Gesundheit

Wie Du Deinen Alltag gelassener gestaltest

Eine To-Do-Liste, die länger ist, als die andere. 20 Dinge, an die Du gleichzeitig denken musst und 10, die Du noch im Hinterkopf hast. Du hast so viel zu tun, dass Du gar nicht weißt, wo Du eigentlich anfangen sollst.

Wenn sich der Alltag Herausforderung gestaltet, dann helfen bestimmte Strategien dabei, mehr Gelassenheit hineinzubringen. Ich kenne das Probleme nur zu gut, denn mit Studium, Nebenjob, Selbstständigkeit, Weiter- bzw. Fortbildungen, Training, Beziehung und Freunden frage auch ich mich an dem ein oder anderen Tag, wie ich das bitte alles unter einen Hut bekommen soll.

Ich habe inzwischen von anderen Menschen – und vor allem von meinen eigenen Erfahrungen – gelernt, welche Strategien sich für mich eigenen und diese möchte ich heute mit Dir teilen.

 

Dinge annehmen und sich nicht aufregen

„Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Ein einfaches Zitat, in dem so viel Wahrheit steckt!

Es gibt im Alltag viele Dinge, die passieren ohne, dass man selbst einen Einfluss darauf hat. Ein einfaches Beispiel: Du fährst mit dem Auto, hast es furchtbar eilig und die nächste Ampel wird rot. Was passiert in den meisten Fällen? Du regst Dich auf oder bist genervt. Was ändert dies an der roten Ampel? Nichts. Sie wird dadurch nicht schneller grün. Stressen lässt Du Dich davon trotzdem.

Daher: lass Dich nicht durch Dinge stressen, die Du nicht ändern kannst. Atme einmal tief durch, mache Dir klar, dass es nicht zu ändern ist und bleibe locker. Wenn man Dinge nicht thematisiert – z. B. durch Aufregung – sind sie plötzlich gar nicht mehr so schlimm.

Das geht oft nicht in jeder Situation und meist ist bedarf es etwas Übung – aber es lohnt sich.

 

Früh aufstehen

Wer früher aufsteht hat mehr vom Tag. Das ist leider eine Tatsache und für Spätaufsteher sehr schwer umzusetzen. Während viele dank ihrem geregelten Arbeitsalltag nicht drumrumkommen, früh morgens aufzustehen, haben gerade Menschen, die sich ihren Tag selbst einteilen dürfen (müssen) damit öfter ein Problem.

Allerdings lohnt sich die Qual – der Tag ist länger und man kann die Zeit mehr nutzen.

Für mich war es einfacher, nicht radikal den Wecker umzustellen, sondern „langsam“ zu beginnen. Ich habe den Wecker z. B. statt auf 10 Uhr auf 9 Uhr gestellt. Inzwischen bin ich bei 7:30 oder 8 Uhr und damit kann ich ganz gut leben.

Da genug Schlaf für den Körper wichtig ist, damit Du fit und aufmerksam bleibst, solltest Du Deinen Schlafrhythmus so anpassen, dass Du trotz des frühen Aufstehens noch genug schläfst – also evtl. etwas früher schlafen gehen!

 

„Eat That Frog“

Das Prinzip des amerikanischen Management-Forschers Brian Tracy bezieht sich auf ein altes amerikanisches Sprichwort, das besagt, wenn man morgens nach dem Aufstehen einen Frosch verspeist, kann man entspannt durch den Tag gehen, denn schlimmer kann es nicht mehr werden.

Im übertragenen Sinne: erledige die unangenehmste bzw. wichtigste Aufgabe zu Beginn des Tages und danach werden die Aufgaben nur noch leichter.

Wir sind Meister der Prokrastination und schieben gerne Aufgaben vor uns her, deshalb ist diese Strategie perfekt, um das Aufschieben zu umgehen und die wichtigste Aufgabe direkt am Morgen erledigt zu haben.

Zum Thema Prokrastination und was im Kopf eines „Profi-Aufschiebers“ so vor sich geht, gibt es hier übrigens einen super TED Talk.

 

Realistische To-Do-Listen

Schreibe Dir To-Do-Listen. Am besten eine langfristige, für den Monat, eine für die Woche und eine für jeden Tag. Diese Listen sollten realistisch sein. Es gibt nichts frustrierenderes, als am Abend oder am Ende des Monats festzustellen, dass Du nicht einmal die Hälfte der vorgenommenen Dinge erledigt hast.

Warum eine To-Do-Liste für den Monat? Damit Du den Überblick behältst. Noch besser ist es, z. B. für die Prüfungsphase oder die Hausarbeiten-schreib-Phase, eine To-Do-Liste über mehrere Monate mit direkter Phasen-Einteilung zu schreiben und diese noch einmal in kleinere Phasen aufzusplittern – also quasi einen Terminplan mit To-Do-Liste für mehrere Monate, einen Monat, eine Woche und einen Tag.

Ich schreibe mir meine To-Do-Liste immer am Abend für den folgenden Tag, so kann ich entspannt schlafen gehen, ohne daran zu denken, was ich denn am nächsten Tag alles zu erledigen habe. Morgens kann ich dann einfach mit meiner ersten Aufgabe anfangen und muss mich nicht erst an die Tagesplanung setzen.

 

Termine im Kalender planen

Wie bereits schon im vorherigen Absatz erwähnt, hilft Dir eine ordentliche Planung dabei, den Überblick zu behalten. Eine gute Planung von Zielen und Aufgaben in Verbindung mit To-Do-Listen strukturiert und entspannt. Wichtig ist dabei, wirklich alle Termine in den Kalender mit aufzunehmen und dabei – wie bei den To-Do-Listen – realistisch zu bleiben.

Trage Dir nicht nur Termine auf der Arbeit/ in der Uni ein, sondern auch private Termine, z. B. wann Du mit Deinem Partner oder Deinen Freunden essen gehst. Aber auch Termine wie Sport oder Zeit für Dich sollten einen Stellenwert in Deiner Terminplanung haben – und auch als richtiger Termin wahrgenommen werden.

 

Zeit einplanen

Versuche für Termine oder Autofahrten genug Zeit einzuplanen. Es stresst den Körper wenn einem plötzlich klar wird, dass man viel zu spät dran ist. Man hetzt zum Auto, hetzt während der Autofahrt, hetzt an den Arbeitsplatz – purer Stress. Dagegen einfach 5-10 Minuten früher loszufahren, entspannt mit dem Auto zu fahren und entspannt zur Arbeit zu gehen, nimmt die Spannung und den Stress raus.

Auch das ist oft nicht einfach von heute auf morgen umzusetzen – aber es lohnt sich dranzubleiben.

 

Täglich Zeit für Dich

Was im Alltag immer zur kurz kommt, dabei jedoch wirklich wichtig ist, ist die Zeit für Dich selbst. Wie genau sich diese Zeit gestaltet, musst Du für Dich selbst herausfinden. Der eine meditiert oder macht Yoga, der andere geht laufen oder spazieren.

Meine Zeit für mich ist einerseits beim Krafttraining und andererseits beim Yoga bzw. der Meditation. Beide Termine haben bei mir denselben Stellenwert – ich brauche sowohl das Auspowern als auch die Entspannung. Mir ist beides wichtig und beides steht bei mir im Kalender. Ich habe z. B., als ich viele Yoga-Kurse gegeben habe, festgestellt, dass ich total selten selbst als Teilnehmer Yoga-Kurse besucht habe – dabei ist Yoga geben für mich keine Entspannung. Nach dieser Erkenntnis habe ich mir die Termine fest in den Kalender eingetragen und seither klappt es super gut.

Viele streichen diese Zeit für sich, da sie diese als „unwichtig“ erachten.
Eine gewisse Zeit lang mag das gut gehen, allerdings holt sich der Körper irgendwann die Ruhe und Pause zurück. Wann und wie das auftritt ist unterschiedlich, beispielsweise durch Krankheit, Migräne oder Burn-Out.

Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig Pausen vom stressigen Alltag zu nehmen – auch wenn es nur kurze Pausen sind.

 

Für mehr Gelassenheit

Generell solltest Du den Stress aus Deinem Alltag entfernen – das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Daher: probiere verschiedene Strategien aus, die Dir helfen, Dich zu strukturieren und zu motivieren. Denn so kommst Du entspannter durch den Tag und durchs Leben. Sei achtsam und höre auf Deinen Körper. Oft meldet er sich, wenn er eine Pause benötigt – nur wir überhören es oder lassen es nicht zu. Allerdings solltest Du hinhören, bevor er sich irgendwann quer stellt.

Deshalb: gönne Dir auch mal eine Pause, Entspannung und Ruhe!

 



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