Entspannung, Fitness

Wie Du mit Muskelkater umgehst

Da ist er wieder: der Schmerz im Muskel vom Training des Tages zuvor – und heute ist dieser Muskelkater noch schmerzhafter, noch fieser als sonst. Was nun? Aushalten und warten, bis er vorüber ist? Oder gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen?

In diesem Blogpost möchte ich darauf eingehen, was Muskelkater ist, ob es ein Mittel gegen Muskelkater gibt und ob Du mit Muskelkater trainieren darfst.

 

Wie entsteht Muskelkater?

Diese Frage wird in der Sportwissenschaft immer wieder diskutiert. Jedoch möchte ich in diesem Blogpost auf einen möglichen Ansatz eingehen, der den Vorgang der Entstehung von Muskelkater erklärt:

Durch eine ungewohnte oder zu hohe Belastung entstehen kleine Risse im Muskel. Durch diese kleinen Risse können Eiweißbruchstücke in die Zellen eintreten. Diese reizen Nervenenden und diese Reizung löst den Schmerz aus. Es folgt eine Verspannung sowie eine Schwellung im Muskel, was die Durchblutung verschlechtert und die Regenerationszeit verlängert.

 

Gibt es ein Gegenmittel?

Schaust Du Dir den Erklärungsansatz oben an, erkennst Du vielleicht schon selbst, was gegen Muskelkater helfen kann. Generell hilft alles, was die Durchblutung fördert, wie z. B.:

  • ein heißes Bad
  • der Besuch in der Sauna
  • Wärmeanwendungen

Achtung: Massagen oder intensives Dehnen können die kleinen Risse im Muskel noch schlimmer machen und daher solltest Du auf diese Maßnahmen verzichten.

 

Kann ich trotzdem trainieren?

Von einem Training mit der gleichen Intensität, wie sie den Muskelkater ausgelöst hat, ist definitiv abzuraten! Was sich jedoch bewährt hat, ist ein Training mit niedriger Intensität – wie beispielsweise ein leichtes Ausdauertraining.

Ein Training ist übrigens nicht nur dann effektiv, wenn ihm Muskelkater folgt. Allerdings weiß ich selbst, wie schwierig es ist, den optimalen Trainingsreiz zu setzen, damit die Muskulatur sich anpasst und wächst.

„Während ein optimaler Trainingsreiz zu optimalen Anpassungseffekten der Muskulatur führt, ist das Entstehen eines Muskelkaters eindeutig auf einen zu stark überschwefligen Trainingsreiz zurückzuführen […]“ (Eifler 2015, 240 f)

Dies bewirkt im Hinblick auf den Trainingserfolg genau das Gegenteil. Deshalb rate ich Dir, zwar Deinen Körper zu fordern – aber nicht zu überfordern – und das bekommst Du irgendwann raus!

 

Was ist Dein ultimativer Tipp gegen Muskelkater? 

Vielen Dank fürs Lesen, bei Fragen, Wünschen und Anregungen schreibe mir gerne! 

 


Alle Angaben ohne Gewähr. Außerdem übernehme ich keinerlei Haftung!

Der Inhalt beruht auf dem Lehrbrief zu meiner Fitnesstrainer B-Lizenz.

Literatur:

Eifler, C. (2015): Lehrbrief Fitnesstrainer/in B-Lizenz. Saarbrücken: BSA-Akademie.

 

 

4 thoughts on “Wie Du mit Muskelkater umgehst

  1. Ein interessanter Artikel. Mir wurde gesagt, wenn der Muskelkater erst einmal kommt weiter machen. Das tue ich auch. Mit Powertraining täglich nehme ich in der Woche richtig gut ab, baue Muskeln auf und ich werde langsam fitter.

    1. Hey Sven,

      Powertraining würde ich bei Muskelkater aus den oben genannten Gründen nicht unbedingt empfehlen.
      Es freut mich aber, dass Du so begeistert vom Training bist!

      Viele Grüße
      Sabrina

  2. Liebe Sabrina,
    danke für die Tipps, das Thema kenne ich nur zu gut, wenn ich übermütig war und über die Grenze gegangen bin, so dass ich dann drei Tage nicht trainieren mag.

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