Fitness

Wie wird man eigentlich Fitnesstrainer?

In diesem Blogpost zum Thema Fitnesstrainer werden (umbeauftragt) Namen von Unternehmen genannt. Daher handelt es sich in diesem Beitrag um unbezahlte Werbung.

Ich werde oft gefragt, wie man eigentlich Fitnesstrainer oder Personal Trainer wird – und wie viel man als Fitnesstrainer verdient. Demnach ist es schon fast überfällig, dass ich diesen Blogpost veröffentliche. Wie bei vielen Berufen führen auch in diesem viele Wege ans Ziel. Daher nenne ich Dir an dieser Stelle verschiedene Möglichkeiten, wie Du Trainer zu werden kannst, was das kostet und wie viel Du verdienst.

 

Berufsmöglichkeiten

Zuallererst: Personal Trainer kann sich jeder nennen, es ist in Deutschland kein geschützter Begriff. Jedoch empfehle ich Dir trotzdem, eine Ausbildung zu machen und Dich auch dann weiterzubilden, wenn Du schon Trainer bist – die Fitnessbranche ändert sich ständig und neue Erkenntnisse bekommt man vor allem auf Fortbildungen sowie Lehrgängen mit. Selbst wenn Du nicht angestellt arbeiten möchtest, wollen Deine Kunden Deine Qualifikationen sehen. Zudem setzt sich Qualität und das richtige Hintergrundwissen immer durch! Daher mein Tipp: höre nie auf zu lernen und bilde Dich immer fort.

 

Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann/ zur Sport- und Fitnesskauffrau

Diese kaufmännische Ausbildung bieten verschiedene Sportstätten wie Fitnessstudios oder Sportvereine an. Die Tätigkeiten während der Ausbildung sind hauptsächlich kaufmännisch und zusätzlich bist Du Trainer. Da der Fokus in der schulischen Ausbildung vor allem auf den kaufmännischen Tätigkeiten liegt, bieten viele Studios ihren Azubis die Möglichkeit, zusätzlich Lizenzen im Fitness- oder Ernährungsbereich zu erwerben. So kannst Du bereits von Beginn an den Kunden weiterhelfen und sie als Trainer betreuen (vgl. Sport- und Fitnesskaufmann).

 

Duales Studium

Neben einem normalen Sportstudium, gibt es verschiedene duale Studiengänge wie z. B. Fitnessökonomie oder Fitnesstraining. Duale Studiengänge zeichnen sich dadurch aus, dass sich Praxisphasen im Betrieb und Theoriephasen an der Hochschule abwechseln. In vielen Fitnessstudios ist es möglich, ein duales Studium zu machen und so ein umfassendes Wissen zu erlangen. In der Theorie geht es jedoch nicht nur um Sport und Fitness, sondern auch um betriebswirtschaftliche Vorgänge in Unternehmen. Manche Hochschulen bieten darüberhinaus die Möglichkeit, dass Du gelernte Inhalt im Studium anrechnen lassen kannst, um gewisse Trainerlizenzen zu erlangen. So hast Du am Enden nicht nur einen Bachelor in der Tasche, sondern zusätzlich noch Trainerlizenzen, die Du vorweisen kannst.

 

Trainerlizenz

Eine weitere Möglichkeit ist, Fernlehrgänge mit Präsenzphasen zu machen und mit erfolgreichem Ablegen einer Prüfung dann die Lizenz in der Tasche zu haben. Dafür gibt es sehr viele verschiedene Akademien und man verliert schnell den Überblick. Mit ein bisschen Recherche findest Du jedoch schnell heraus, welche Akademien die gängigsten in dieser Branche sind. Ich bin diesen Weg gegangen und habe mich damals für die BSA-Akademie entschieden.

Folgende Lehrgänge (fast alle) habe ich bei der BSA-Akademie gemacht – wenn Du zu einem dieser Lehrgänge genauere Informationen möchtest, schreibe mir gerne eine Nachricht/ Mail:

  • Fitnesstrainer/in B-Lizenz
  • Ernährungstrainer/in B-Lizenz
  • Gruppentrainer/in B-Lizenz
  • Trainerin für Sportrehabilitation
  • Gesundheitstrainerin
  • Entspannungstrainerin

Für die Personal Trainer Lizenz sind bei der BSA-Akademie fünf Ausbildungen (davon min. 2 Grundausbildungen – z. B. die Fitnesstrainer B-Lizenz und Ernährungstrainer B-Lizenz) nötig. Daher habe ich diese mit all meinen Lizenzen bekommen und bin nun seit über zwei Jahren zertifizierte Personal Trainerin.

Um Rehabilitationssport unterrichten zu dürfen und mit der Krankenkasse abrechnen zu können, muss man eine Lizenz bei einem Behinderten- und Rehabilitationssportverband machen. Meine Übungsleiterlizenz für Rehasport habe ich über den BRS Saarland gemacht und war dort sehr zufrieden.

Für meine Yoga-Karriere habe ich die IFAA kennengelernt und habe dort folgende Lehrgänge absolviert:

Für mich persönliche bietet die Ausbildung an einer Akademie die Möglichkeit, dass ich mir die Termine weitestgehend flexibel legen kann. Das ist mir persönlich sehr wichtig, da ich einfach viel zu tun habe und es nicht immer passt. Es war auch noch nie ein Problem, Termine zu verschieben oder zu wechseln.

 

Kosten

Die Ausbildung und das Studium musst Du nicht selbst zahlen, allerdings übernimmt Dein Betrieb die Studiengebühren der Hochschule und deshalb ist das Gehalt während des Studiums meist eher gering.

Die Trainerlizenzen musst Du selbst zahlen – manchmal übernimmt jedoch auch das Fitnessstudio in dem Du angestellt bist einen Teil der Kosten. Eine Fitnesstrainer B-Lizenz kostet ca. 1.200€. Die B-Lizenzen liegen bei verschiedenen Akademien alle ungefähr in diesem Kostenrahmen. Aufbaulehrgänge, wie beispielsweise der Lehrgang zur Entspannungstrainerin, kosten ca. 900€.

 

Gehalt

Als angestellter Fitnesstrainer verdient man in der Fitnessbranche ca. 2.200€ brutto pro Monat, als Athletiktrainer verdienst Du etwas mehr (ca. 2.500€ brutto/ Monat) und als Personal Trainer ca. 2.700€ brutto pro Monat. Arbeitest Du freiberuflich, verdienst Du ca. 10 – 20€ pro Stunde als Fitnesstrainer, für einen Kurs bekommst Du zwischen 20 und 40€ pro Stunde (vgl. Fitnesstrainer Gehalt). Als Personal Trainer solltest Du min. 50€ pro Stunde nehmen.

„Richtig gut“ verdienst Du also nur, wenn Du selbstständig bist – entweder mit einem eigenen Studio oder als Personal Trainer. Jedoch musst Du beachten, dass nur wenige Menschen sich einen Personal Trainer leisten. Meine Erfahrungen zeigen, dass die meisten Trainer angestellt im Studio arbeiten und nebenher noch einige Kurse in anderen Studios bzw. Vereinen oder als Personal Trainer geben.

 

Ich persönlich habe vor 8 Jahren angefangen im Studio zu arbeiten und damit auch begonnen Lizenzen zu machen. Es kamen immer mehr hinzu und habe sehr viel gelernt. Während ich ursprünglich gerne auf der Trainingsfläche gearbeitet habe, bin ich inzwischen ausschließlich als Kursleiterin tätig – ich habe mich weiterentwickelt. Ich bin selbstständig und mache neben Kursen im Studio noch mein eigenes Ding. Mit dieser Situation bin ich momentan sehr zufrieden. Dennoch könnte ich es mir auf diese Weise nie als meinen Hauptberuf vorstellen, es ist ein Hobby und damit ein netter Nebenjob zum Vollzeitstudium. Als Hauptberuf müsste da doch noch etwas mehr Herausforderung mit dabei sein…

 


Literatur:

Fitnesstrainer Gehalt. https://www.fitnesstrainer-ausbildung.net/fitnesstrainer-werden/fitnesstrainer-gehalt

Sport- und Fitnesskaufmann. https://www.azubi.de/beruf/sportkaufmann-fitnesskaufmann